EXTREM
Extrem «gflashed» waren wir auch am nächsten Morgen noch! Wir konnten unser Glück vom Vorabend kaum fassen. Richtig entschleunigt und so lümmelten wir erst mal etwas in den Tag rein.
Spielten noch einmal mit heissem Wasser 😊
Und wälzten uns im Schnee.
Dann wurde es Zeit, um uns langsam für ein Highlight fertig zu machen, L hatte ihren Look gefunden 😉
Vorgängig haben wir uns so gut wie möglich schlau gemacht, um einen vertrauenswürdigen Anbieter für ein Hundeschlittenabenteuer zu finden. Über Umwege sind wir anhand eines «Globetrotter» Artikels auf «Extrem Huskies» gestossen. Ein Name, der eher abschreckt, was jedoch überhaupt nicht nötig ist. Wir hatten bereits bei der Ankunft einen guten Eindruck der Einrichtungen und von der Haltung der Hunde.
Unsere X Schichten Kleidung wurde als warm genug eingestuft. L erhielt einen zusätzlichen Komplettkörperanzug, da man ohne Bewegung der Kälte mehr ausgesetzt ist. Natürlich kamen auch die beheizbaren Socken zum Einsatz, die wir von zuhause auslehnen durften, DANKE Y 🥰
Kindern ist es nicht erlaubt einen Schlitten zu steuern, was definitiv Sinn macht. Denn das Steuern eines solchen Schlittens braucht doch einiges an Kraft, Koordination und Weitsicht, somit durfte L «nur als Beifahrerin» im Schlitten mitfahren, trotzdem war es ein tolles Erlebnis für sie.
Bevor es losging, durften wir aber noch zwei 1 ½ Wochen alte »Puppies» begrüssen 😍
Nach einer kurzen Einführung wurden wir unseren Schlitten zugeteilt und den Hunden vorgestellt. Die Hunde waren allesamt sowas von bereit und freuten sich lautstark auf das wir endlich unsere Positionen einnahmen, um loszulegen.
Und schon ging es mit unheimlicher Dynamik los.
Zu Beginn war es gar nicht so einfach den Schlitten zu steuern und die Tiere im Griff zu haben.
Nach kurzer Zeit hatten wir jedoch den Clue raus und wir konnten die Fahrt so richtig geniessen.
Die Hunde kennen nur eines, rennen und auspowern und ich hatte immer etwas ein schlechtes Gewissen, da ich sie andauernd bremsen musste damit wir unseren Vorfahrer nicht überholten. B hatte es da etwas einfacher. Er durfte einen Schlitten allein steuern und fuhr am Schluss des Konvois. So konnte er seine vier Hundemädels beim Loslaufen immer etwas zurückhalten, um den Abstand zu vergrössern. Dafür durften die Hundedamen dann so richtig loslegen und mussten nicht ständig abgebremst werden.
Ab und zu gab es kurze Pausen, damit kontrolliert werden konnte, ob sich alle wohl fühlen und alles in Ordnung war. Natürlich durften auch ein paar Bilder nicht fehlen 😊Die Hunde genossen die Pausen, indem sie sich in den tiefen Schnee warfen, um sich abzukühlen. Wir erfuhren, dass sich die Hunde bei -20 Grad am wohlsten fühlen würden und am besten laufen würden. Da es an diesem Tag, zu unserem Glück, nur ca. -7 Grad kalt war, war dies für die Hunde schon eher etwas zu warm.
Dann ging es weiter durch die verschneiten Wälder, über Seen und durch eine Art Steppe.
Es war unglaublich schön! Speziell weil sich zu unserer Freude auch noch die Sonne zeigte. Diese stand so schön tief, dass ihr Licht unbeschreibar schön zwischen den Bäumen hindurch leuchtete und lange Schatten erzeugte.
Wir hätten noch Stunden so weiter machen können, die Zeit verflog im nu.
Zurück bei der Farm war erst mal Hunde knuddeln angesagt. Ein weiteres Zeichen für die korrekte Haltung der Tiere. Diese waren sich Menschen definitiv gewohnt und es gab kein Problem damit sich bei allen Tieren einzeln für ihre Dienste entsprechend zu bedanken. Was sie auch sichtlich genossen haben.
Bevor wir im Team noch etwas mehr über die wunderbaren Alaska Huskies erfuhren. Alaska Huskies unterscheiden sich etwas von dem, was wir hier bei uns unter Huskies verstehen. Sie können sehr unterschiedlich gefärbt sein, meist eher bräunlich und auch sehr unterschiedliche Grössen und Formen haben. Sie eigenen sich anscheinend sehr für die Arbeit mit Menschen und sind sehr lernfähig. So wie bei Menschen gibt es offensichtlich unterschiedliche Eigenschaften. Die einen eignen sich als Leithunde, die anderen als «Ausgleicher» in der Mitte des Gespanns und weitere als Kraftpakete, um entsprechend Power auf den Schnee zu bringen. Also auch hier, es muss ein gut eingespieltes Team sein.
Auch kamen wir noch einmal in den Genuss die kleinen «Puppies» kurz zu knuddeln. Der Hintergedanke der Besitzer, sie gewöhnen die Kleinen gleich zu Beginn an die Menschen.
Die restlichen Gruppenmitglieder verabschiedeten sich anschliessend, da sie zurück ins Hotel gefahren wurden. Da wir mit dem eigenen Auto angereist waren, durften wir noch etwas über die Husky Farm schlendern, die Tiere beobachten und natürlich Fotos schiessen 😊
Diese hier sind aktuell 4 ½ Monate alt, eine wilde Teenie Bande 😉
Es war ein unglaublich schönes Erlebnis und wir waren sehr zufrieden mit der Wahl dieses Veranstalters. Die Tiere scheinen gut gehalten zu werden und glücklich und zufrieden zu sein.
Nun ging es wieder zurück… nein, ich wiederhole unser Abend Ritual nicht… die Abkühlung nach der Sauna im Schnee läuft aber schon etwas routinierter und mit weniger Gekreische ab 😉
Als krönender Abschluss wurden wir erneut von tollen Nordlichtern verwöhnt… inkl. halb abgefrorener Finger… 🥺
Deshalb ein erneuter Bilderspam…
Ein unvergessliches Erlebnis durften wir heute erleben!
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