TÖFFLE
Ein weiteres Highlight stand heute an, Snowmobile fahren 😊 Zuhause haben wir ja diese Möglichkeit kaum, deshalb mussten wir es unbedingt ausprobieren. DAS Fortbewegungsmittel in Lappland, im Winter. Ohne Snowmobile geht da oben gar nichts, Jede und Jeder braucht eines.
Wir hatten uns für ein Touranbieter direkt in «Ivalo» entschieden. Die Kommunikation war bereits vorab superfreundlich und hilfsbereit.
Erst mal wurden wir von Kopf bis Fuss ausgerüstet und anschliessend fuhren wir mit einem «Büsli» zu den Snowmobiles.
Klar durfte eine kurze Selfie Session nicht fehlen 😉
Nach einer Instruktion durften wir auch schon das Gaspedal oder besser den Gashebel drücken.
Und unsere Fotografin war voll in Action 😉
Es war extrem faszinierend über den gefrorenen Fluss und den See zu flitzen.
Und die Stimmung einfach nur wunderbar.
In der Mitte des «Lake Inari» hielten wir an und erfuhren mehr über dieses Fortbewegungsmittel und dessen «Strassen» auf dem See. Da ist alles ziemlich genau geregelt, wo man mit Touristen durchfahren darf und wo nicht. Auch die Geschwindigkeit von Touristen Snowmobiles ist klar geregelt. Was mind. Einem von uns nicht so sehr gefallen hat. Bei 40Kmh ist hier Schluss. Von unserem Guide haben wir erfahren, dass die Geräte auch gut und gerne über 140Kmh auf das Eis oder den Schnee bringen können…
Das Eis war zu diesem Zeitpunkt ca. 70-100 cm dick.
Wir hatten einmal mehr unheimliches Glück, da wir mit einer sehr kleinen Gruppe unterwegs waren. 4 Snowmobils und der Guide. Was wir sehr schätzen… zum Teil gibt es Anbieter, welche mit 15 und mehr Fahrzeugen unterwegs sind und man wie eine Entenfamilie hintereinander her tuckert. Nicht so bei «Ivalo Safaris», ein kleiner Familienbetrieb, mit unheimlich lieben und kommunikativen Menschen.
L nutzte die Gelegenheit um sich auch kurz als Fahrerin auszugeben 😊
Fahren darf man diese Dinger ab 18 Jahren, als Touristen.
Es war ein riesen Spass!
Nach etwas mehr als einer Stunde, steuerten wir die Insel vom Guide an. «Seine Insel» wie er voller Stoltz erzählte.
Wir unterhielten uns sehr lange mit «Tapio», Strom und fliessend Wasser gab es dort nicht und trotzdem fühlte es sich bei seinen Erzählungen an wie ein Paradis. Was ganz klar auffällt bei den Menschen, die dort leben, sie sind einfach extrem zufrieden mit dem, was sie haben. Auch ein bewundernswerter Stolz auf ihr Land ist immer wieder zu spüren. Wir haben wahrgenommen weshalb die Finnen jedes Jahr als glücklichstes Volk die Rangliste anführen.
Wir durften die «Poros» mit Moos füttern. Diese dürfen sich während den schneefreien Monaten frei bewegen und werden während den Wintermonaten von «Tapio» und seiner Frau gefüttert und gepflegt. In ein paar Wochen wird er die Tiere freilassen und wird nicht wissen ob er sie jemals wiedersehen wird. Ausser bei einem Tier, welches mit GPS ausgestattet ist und er Ende Sommer irgendwo in Finnland suchen und zurückbringen wird. Es ist nicht selten, dass die Tiere 250Km und mehr entfernt gesucht werden müssen.
Für uns ein weiteres schönes Erlebnis den Tieren so nahe zu sein.
Nun wurde es Zeit uns wieder etwas aufzuwärmen. Dazu gab es auf der Insel ein «Tippi» in dem wir auf offenem Feuer bekocht wurden.
Und auch hier erfuhren wir wieder sehr viel über das Leben in Lappland. Wie es ist, hier aufzuwachsen und wie schön es zu allen Jahreszeiten sein muss.
Das Essen war köstlich und wir genossen all die Geschichten sehr.
Aufgewärmt und völlig zufrieden fuhren wir das kurze Stück ans Festland wieder zurück.
Verabschiedeten uns von den grossartigen Menschen, die wir kennenlernen durften und fuhren glücklich in unser «Hüsli» zurück.
Nordlichter gab es heute keine oder nur ganz schwach, aber wir waren mehr als zufrieden… auch wenn wir langsam unsere 7 Sachen zusammenpacken mussten…
… damit wir den letzten Tag in Lappland noch so richtig auskosten konnten 😉 ein Tagebuch Eintrag wird es also noch geben 😉


