ZWISPÄUTIG
Bei Sonnenaufgang erreichten wir «Doha». Die Stimmung hier war ganz anders als in Japan. Keine saftig grüne Berge, nur flach, braun und vor allem sehr heiss. Trotzdem erlebten wir eine wunderschöne Morgenstimmung.
Erst mal ging es per Taxi direkt zum Hotel, um unsere 7. Sachen abzuladen. Leider konnten wir unsere Koffer nicht in «Ishigaki» aufgeben und direkt nach «Zürich» schicken lassen. Auch durften wir das Gepäck in «Doha» nicht gleich wieder für den folgenden Tag einchecken, da wir länger als 24 Stunden Aufenthalt hatten. Also blieb uns nichta anderes übrig als, all unser «Bagasch» ins Hotel und am darauffolgenden Tag wieder an den Flughafen zu «schleppen».
Im Hotel angekommen, genossen wir ein wahnsinniges «z’Morge» Buffet. Es gab alles, was das Herz begehrt!
Da wir immer noch sehr früh dran waren, planschten wir erst Mal etwas im Rooftop Pool 😊
Um 10.00 Uhr wurden wir abgeholt. Noch in «Tokyo» haben wir einen «Guide» organisiert, der uns in einem halben Tag «Doha» zeigen sollte. Wir waren gespant, wir sind ja eher die «uf eiigeni Fuscht entdecker». Da wir jedoch nur einen Tag und eine Nacht in «Doha» waren und die Temperaturen noch einmal heisser waren als in «Japan», entschlossen wir uns für eine geführte Tour, ohne zu wissen was uns erwartet. Der superfreundliche «Guide» war pünktlich um 10.00 Uhr bei uns beim Hotel und schon ging es los. Der erste Stopp war beim «National Museum von Katar».
Das Gebäude stellt eine Wüstenblume dar und war sehr imposant.
Weiter ging es zu einem der 8 WM Fussball Stadien. Dieses Exemplar ist ein mobiles Stadion und wurde aus Containern gebaut. In den nächsten Monaten wird dieses komplett abgebaut und per Schiff nach «Marokko» verfrachtet. Danach soll es an weiteren Standorten weiterverwendet werden. Wenigstens eines der acht, extra für die Fussball-WM 2022, gebauten Stadien, hat also eine gewisse «Nachhaltigkeit» Die anderen 7 werden wohl nicht mehr oft genutzt. Dafür sind sie alle mit einer U-Bahn in einem Ring verbunden, auch diese wurde nur für die WM gebaut…
Witzig sind die Handy Antennen die man hier immer wieder findet 😉(nicht das beste Bild aber sie ist eh gut getarnt) 😉
Nun ging es zu einer der Fischhallen. Wirklich ein mega schönes Gebäude mit einem tollen Angebot.
Blaue Krebse haben wir so auch noch nie gesehen.
Danach ging es kurz zu Fuss weiter. D.h. der Guide sagte uns, wo wir hinlaufen sollten, damit er uns wieder aufladen konnte 😉 Mit Sicht auf das Schiffsterminal.
Durch den «alten Doha Hafen».
Die Gebäude wurden alle in verschiedenen Pastelltönen angemalt, sieht echt cool aus.
Nun gab es den ersten «Skyline» Stopp, immer wieder durften oder mussten wir posieren 😉 Wir hatten nicht nur einen Guide, sondern auch einen privaten Fotografen 😉
Und Zack ging es bereits zur nächsten Sehenswürdigkeit zum «Museum der islamischen Kunst».
Museen besuchten wir keine von innen, dafür war einfach zu wenig Zeit, jedoch sind auch die Gebäude von aussen sehr eindrücklich, wie fast alles hier.
Und immer wieder gab es kurze Stopps um uns zu Fotografieren. So viele Familienfotos wie von diesem Tag hatten wir während den ganzen 7 Wochen nicht 😉
Die WM ist immer noch sehr präsent in der Stadt und so fanden wir zu Ls Freude auch die Schweizerfahne, die ja auch hier vertreten war 😊
Nun wurden wir bei der «grossen Doha Moschee» abgeliefert, ein Besuch hier war inbegriffen.
Erst wurden wir getrennt und eingekleidet.
Anschliessend erhielten wir eine superspannende Führung durch die Moschee.
Wir finden es immer wieder spannend, Hintergrundinformationen von verschiedenen Kulturen zu erhalten und natürlich auch das Gebäude von innen besuchen zu dürfen.
Die Führung dauerte ca. 30 Minuten und schon ging es weiter…
…ins «Katar Cultural Village»
Die Türme hier sind speziell für Tauben gebaut… gemäss Guide sind diese hier «erzogen» und wissen genau, wo sie sich aufhalten dürfen 😉 anscheinend sind die Kataris grosse Vogelfreunde, überall werden die Vögel «gehätschelt» und gepflegt. Es wurden sogar extra Wasserrinnen um Häuser gebaut, damit die Vögel jederzeit baden und trinken können 😍
Hier findet man auch ein «Kolosseum» ganz aus Marmor.
Wie man sieht, sind wir fast überall allein, aktuell ist Nebensaison, da es hier einfach zu heiss ist…
Weiter ging es nach «Venedig» bereits das zweite Mal innerhalb in ein paar Tagen 😉
Und anschliessend zu diesem unglaublichen Hotel. Die eine Seite gehört dem König und seiner Gefolgschaft, die andere wird als Hotel genutzt.
Hotels gibt es hier unzählige… während der Nebensaison stehen die meisten von ihnen jedoch leer… wobei wir uns nicht vorstellen können, dass all diese Wolkenkratzer während der Hochsaison voll sind. Irgendwie «abartig» und doch faszinierend.
Was uns aber dann doch schockte, war diese klimatisierte Einkaufsstrasse… nein, nicht die Gebäude waren klimatisiert…. Es war die Strasse!!!!
Am Ende unserer Tour konnten wir die Stadt noch von oben betrachten.
Der Guide zeigte uns innerhalb von 5 Stunden all die wichtigen Sehenswürdigkeiten von «Doha» und hatte auch sonst viele Hintergrundinformationen zu erzählen. So komprimiert haben wir wohl noch nie eine Stadt besichtigt. Es war superspannend… obschon wir echt «zwispäutig» waren, was die Stadt und all die Superlativen anbelangt. Es ist Irrsinn wie hier mit Ressourcen umgegangen wird, so als gäbe es kein Morgen. Anscheinend haben die Kataris noch für mindestens 150 Jahre Gasvorräte, sparen müssen sie also noch lange nicht…
Übrigens «Kataris», das sind diejenigen welche einen solche Pass besitzen, sind in der Zahl «nur» 300’000. In Doha leben allerdings knapp 3Mio Menschen.
Bevorzugt sind nur die Einheimischen, diese bezahlen weder Steuern, noch Wasser, kein Strom und keine Gesundheitskosten, dies wird alles vom Staat finanziert… Diejenigen «Kataris» welche überhaupt «arbeiten» müssen, erledigen nur die «besseren» Arbeiten, meist beim Staat angestellt, arbeiten sie zu guten Löhnen von morgens um 7.00 Uhr bis um 13.00 Uhr, danach ist Feierabend.
Zurück im Hotel gab es eine weitere «Abkühlung» im Pool… bevor wir noch einmal zu Fuss durch die Gassen aufbrachen.
Jedoch holte uns die Müdigkeit ein, steckte uns doch der Flug und die Zeitverschiebung von 6 Stunden noch in den Knochen und wir waren bereits seit 5 Uhr am Morgen unterwegs. Speziell bei L ging gar nichts mehr. So assen wir kurz noch was zu Abend, betrachteten schnell die «Skyline by night» bevor es zurück ins Hotel ging, wo wir innerhalb von Sekunden einschliefen.
«Doha» war spannend, eine Feriendestination wird es jedoch für uns nie werden…und länger als 1 zwei Tage möchten wir auch nicht in dieser Stadt unterwegs sein. Ob wir jemals wiederkommen werden, hängt wohl von unseren kommenden Reisen ab 😉
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